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Die schwarze Liste

Wenn man sein eigenes Versprechen bricht, gibt es eine Strafe, die automatisch angewendet werden kann - d.h., sie wird immer dann angewendet, wenn entweder keine Strafe angegeben ist, oder wenn jemand, nach einer Verurteilung durch den vorher akzeptierten Schiedsrichter, die Strafe nicht akzeptiert, also entweder eine Geldstrafe nicht zahlt, oder eine Freiheitsstrafe oder Strafarbeit nicht antritt. Diese Strafe ist ein Eintrag in eine schwarze Liste, die für jederman zugänglich ist.

Jeder Eintrag in die schwarze Liste enthält die folgenden Informationen:

Der gesamte Eintrag wird elektronisch vom Schiedsrichter unterzeichnet. Damit kann auf einfache Art automatisch entschieden werden, ob der Eintrag auf legale Art zustande gekommen ist: Der Wortbrüchige hat, in der Tat, dem Schiedsrichter das Recht gegeben, in seinem Fall ein Urteil zu fällen.

Ein Vorteil der schwarzen Liste ist, dass man vor dieser Strafe nicht davonrennen kann. Der Schiedsrichter hat bereits vorher alles, was notwendig ist, um diese Strafe durchzuführen. Insbesondere hat er bereits vorher die Informationen über die reale Person, die sich ansonsten (für den Rest des Netzwerkes) hinter einem Pseudonym verbergen kann, und die Bestätigung, dass er berechtigt ist, über solche Fälle zu entscheiden.

Dass der Schiedsrichter diese Informationen besitzt, kann er selbst vorher bestätigen. Er kann die Information darüber allerdings auch dem Kunden überlassen, in Form einer unterschriebenen Bestätigung, dass er die entsprechenden Daten des Kunden besitzt. Diese Bestätigung kann der Kunde selbst veröffentlichen.

Was mit denen passiert, die auf der schwarzen Liste landen

Eine wichtige Eigenschaft der schwarzen Liste ist, dass es keine zentrale Institution gibt, die entscheidet, wie problematisch ein solcher Eintrag ist. Jeder ist frei, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Er kann dies insbesondere auch einem Programm überlassen, welches, beispielsweise, automatisch Verjährung, Jugendsünden und Anfängerfehler nach vom Nutzer vorgegebenen Kriterien verzeiht, indem es damit verbundene Einträge einfach ignoriert.

Dies ermöglicht es beispielsweise, das Problem ungerechter Verträge zu lösen. Der Fakt, dass jemand solch einen Vertrag gebrochen hat, wird zwar notwendigerweise in der schwarzen Liste erscheinen: Dies könnte ja nur dadurch verhindert werden, dass der Schiedsrichter selbst zum Wortbrecher wird. Aber niemand ist verpflichtet, diesem Eintrag auch nur eine minimale Bedeutung zu geben. Wer der diesen Vertrag selbst als ungerecht betrachtet, wird den Vertragsbruch wahrscheinlich ignorieren.